Wohnen im Alter: Dringende Fragen Betroffener und Angehöriger

Wohnen im Alter: Dringende Fragen Betroffener und Angehöriger

Es ist eine schwierige, aber dennoch nicht zu ignorierende Wahrheit: Jeder von uns altert und jeder von uns wird sich irgendwann – sei es bei Familienangehörigen oder bei uns selbst – mit dem Thema „Wohnen im Alter“ auseinandersetzen. Sei es der Ehepartner oder die Eltern, dies ist für die Angehörigen und Betroffenen immer nicht nur eine große emotionale, sondern auch finanzielle Belastung. Ein Großteil der betroffenen Familien entscheidet sich gemeinsam mit der betroffenen Person, einen Umzug in eine Seniorenresidenz, ein betreutes Wohnen oder Service Wohnen zu organisieren. Privat bestehen selten die erforderlichen Kapazitäten (zeitlich, finanziell, emotional oder fachlich) zur häuslichen Pflege.

Alle Einrichtungen für pflege- oder hilfebedürftige ältere oder jüngere Menschen kosten eine Menge Geld. So kann sich die Summe je nach vorhandenem Pflegegrad schnell auf mehrere Hundert oder gar Tausend Euro pro Monat belaufen. Dabei stellt die eigene Immobilie für die meisten Eigentümer einen wichtigen Bestandteil für die Altersvorsoge dar. Zunächst ist es natürlich möglich, sehr lange nach Tilgung der ggf. vorhandenen Kredite mietfrei dort zu wohnen, darüber hinaus ist allerdings auch der Verkauf des Hauses oder der Eigentumswohnung für Viele eine sehr gute Lösung, um die Kosten für die Pflegeeinrichtung zu decken.

Hausverkauf bei Betreuungs- und Pflegebedürftigkeit – das müssen Sie als Angehöriger beachten

 

Sobald Sie nicht selbst in die leerstehende Immobilie einziehen können oder wollen, ist es sinnvoll, einen Haus- oder Wohnungsverkauf zu planen. Selbstverständlich ist es am besten und einfachsten, wenn die Eigentümer selbst Ihre Immobilie verkaufen. Doch wenn es zu spät ist und die Eltern oder Großeltern nicht mehr in der Lage sind, sich persönlich um alles zu kümmern – was dann? In jedem Fall benötigen Sie eine Vollmacht, wenn Sie die Immobilie ihrer Familienangehörigen verkaufen müssen. Hier erfahren Sie, welche die richtige für Sie ist.

Haben Sie weitere Fragen zum Verkauf Ihrer Immobilie in Jena und Thüringen? Wenden Sie sich an uns.

Vollmachten, mit denen Sie den Hausverkauf wegen des Umzugs in Pflege- und Betreuungseinrichtungen in die Wege leiten können

 

Oft befinden sich Betroffene in dem Irrglauben, dass eine handschriftliche Vollmacht für den Sohn oder die Tochter oder sogar gar keine Vollmacht für den Ehepartner genügt, um sämtliche Rechtsgeschäfte erledigen zu können.

Informieren Sie sich hier ganz einfach über grundlegend Wissenswertes bezüglich der diversen Vollmachten.

Die Vorsorgevollmacht

Als Angehöriger fallen einem Rechte nicht automatisch zu, das zuständige Gericht ist diesbezüglich auch berechtigt, einen Betreuer bereit zu stellen. Wenn Sie oder Ihre Angehörigen nicht möchten, dass eine fremde Person betraut wird, die Angelegenheiten abzuwickeln, haben Sie mit der Vorsorgevollmacht die Möglichkeit, dies rechtzeitig zu regeln. Sie ist grundsätzlich formfrei und damit auch mündlich zulässig. Wir empfehlen Ihnen auf Grund der Nachweisbarkeit die Vollmacht unbedingt die Wahl der Schriftlichkeit.

Die Vorsorgevollmacht ist ein essenzieller Bestandteil, wenn Sie oder Ihre Angehörigen planen, die Immobilie eines betreuungs- oder pflegebedürftigen Angehörigen zu verkaufen. Mit ihr können nicht nur alle anstehenden Entscheidungen getroffen werden, welche mit einem Hausverkauf in Verbindung stehen, sondern auch viele weitere Rechtsgeschäfte geregelt werden. In jedem Falle ist eine notarielle Beglaubigung notwendig, welche zwischen 60 € und 2000 € kostet, je nach der Höhe des eigenen Vermögens. Die Vorsorgevollmacht tritt erst in Kraft, wenn der Vollmachtgeber nicht mehr selbst die Rechtsgeschäfte abwickeln kann und muss deshalb auch verfasst worden sein, bevor die Geschäftsunfähigkeit eingetreten ist.

Die Patientenverfügung

Die Patientenverfügung ist kein Muss, wenn sie lediglich das Haus verkaufen wollen, um die Pflege- oder Betreuungskosten zu decken. Dennoch führen wir es hier mit auf, da es lohnenswert ist, sie in Verbindung mit der Vorsorgevollmacht abzuschließen. Sie regelt die Entscheidungsfähigkeit über wichtige medizinische Maßnahmen des Betroffenen Angehörigen.

 

Die Generalvollmacht

Diese ist die umfangreichste Vollmacht und fasst andere Vollmachten wie die Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung zusammen. Auch sie muss vor dem Eintritt der Geschäftsunfähigkeit erstellt worden sein. Wichtig ist hier, dass die Generalvollmacht bereits greift, wenn sie ausgestellt wurde, also auch bevor der Vollmachtgeber Betreuung oder Pflegehilfe benötigt.

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Was Sie als Angehöriger oder Betroffener zum Hausverkauf wegen Umzug in eine Betreuungs- oder Pflegeeinrichtung noch wissen sollten

In der Regel ist der Erlös aus dem Verkauf des genutzten Hauses steuerfrei, sofern die Immobilie mindestens 3 Jahre vor dem Verkauf selbst bewohnt wurde. Ebenfalls müssen Sie einen Grundbuchauszug vorweisen, den Sie beim zuständigen Amtsgericht beantragen können.

 

Wir möchten ihnen dieses Konstrukt an einem Fallbeispiel leichter erläutern:

Frau Schmidt wurde in Jena geboren und strebte danach, ihr Leben in Berlin zu verbringen. Als sie Mitte 30 einen Partner fand und dieser ein ähnliches Ziel hatte, verließ sie ihr Elternhaus und verwirklichte ihren Traum. Als viele Jahre vergangen waren und ihr Vater bereits verstorben war, trat das Schlimmste ein: Ihre Mutter, die noch in Jena in ihrem alten Haus wohnte, benötigte Betreuung und Pflege und konnte nicht mehr alleine wohnen.
Da Frau Schmidt in Berlin beruflich viel zu tun hatte, konnte sie zu wenig Zeit aufwenden, um sich um ihre pflegebedürftige Mutter zu kümmern. Schweren Herzens entschied sie, die Mutter in einer Seniorenresidenz unterkommen zu lassen. Nun wollte Frau Schmidt aber unter keinen Umständen wieder in das leerstehende Elternhaus einziehen, da sie in Berlin mittlerweile zu stark verwurzelt war.
Vorausschauend hatten sie und ihre Mutter eine Vorsorgevollmacht und eine Patientenverfügung abgeschlossen. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Dokumente betrug ihr Vermögen rund 250.000 €, somit hatte sie notarielle Kosten von 535 € für die beiden Vollmachten zu tragen. In Absprache mit ihrer Mutter beschloss sie nun, das Haus zu verkaufen, um ihrer Mutter durch das Geld einen sorgenfreien Lebensabend zu ermöglichen. Diesbezüglich wandte sie sich an das Team von Immobilien im Jentower, welches ihnen hinsichtlich aller Fragen und Unsicherheiten weiterhalf.

Fragen, die sich betroffene Angehörige über Wohnen im Alter oft stellen:

  • Welche Betreuungs- und Pflegeeinrichtungen gibt es in meiner Wohnortsnähe? Wir beraten Sie gerne hinsichtlich der verschiedensten Einrichtungen in der Nähe Ihrer gewohnten Umgebung!
  • Welche Kosten kommen für Pflege und Betreuung auf mich zu? Wir helfen Ihnen gerne bei der Kontaktaufnahme zu kompetenten und seriösen Ansprechpartnern im Pflege- und Betreuungsbereich!
  • Wie ist ein schneller, aber gleichzeitig preislich zufriedenstellender Verkauf meiner Immobilie möglich? Als Verkaufsexperten mit jahrzehntelanger Berufserfahrung sind wir hier in unserem Element!
  • Was kann ich für mein Haus/meine Wohnung überhaupt verlangen? Vertrauen Sie auf fachlich fundierte Immobilieneinwertungen von Experten!
  • Welche Dokumente benötige ich für den Verkauf? Profitieren Sie von unserer fachlichen Expertise!
  • Wie läuft ein Immobilienverkauf ab? Wir klären alle offenen Fragen!

Wenn Sie oder Ihre Angehörigen ebenfalls ein Haus oder eine Wohnung wegen eines geplanten oder bereits erfolgten Umzugs in Ihr neues Zuhause an uns verkaufen möchten, kontaktieren Sie uns.

Das Team von Immobilien im Jentower ist beim Immobilienverkauf immer für Sie da!

Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns unter service[at]andreaskirstein.de

Wir beraten Sie gern und freuen uns auf Sie!

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